Geschichte der 'Scherersch Mühle' von 1836

Im Jahre 1868 ersteigerte Peter Scherer das Gebäude. Viele Bürger kamen zu ihm, um sich ihr Getreide in der Mühle mahlen zu lassen, andere nahmen gleich das von Peter Scherer gebackene Brot mit. 

Als Müller und Bäcker übten Peter Scherer und sein Sohn Peter Scherer in der Zeit von 1868 bis 1935 diesen Beruf aus. Danach übernahmen die Söhne Hugo und Willi Scherer die Mühle. Hugo Scherer kümmerte sich als Bäcker um die Bäckerei und Willi Scherer übte die Tätigkeiten als Müller und Landwirt in der Mühle aus.

1949/50 zog Hugo Scherer mit seiner Bäckerei in das Nachbargebäude um. Die Mühle wurde von Willi Scherer weiterbetrieben bis er 1971 verstarb. 1991 verkaufte Klara Scherer (Frau von Willi Scherer), das historische Haus an die  Gemeinde Marpingen. 

Nach völliger Renovierung wurde das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahre 1836, das zum Teil auf noch weitaus früheren Mauerteilen stehen soll, am 31. Oktober 1999 über die Gemeinde und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit einer Einweihungsfeier seiner öffentlichen Nutzung zugeführt.

 

Heutige Nutzung

Das aus dem Jahr 1836 stammende Marpinger Mühlengebäude war in einem baulich äußerst schlechten Zustand. Schädigungen waren vermutlich durch den unsachgemäßen Einbau eines modernen Mahlwerks in den 1920er Jahren verursacht worden. Dennoch konnte nach aufwendiger Restaurierung das Gebäude am 31. Oktober 1999 seiner Bestimmung als Kulturzentrum und Begegnungsstätte zugeführt werden.
Für das im Aufbau befindlichen Archiv werden heimatkundliche Schriften, Bücher, Dokumente, Fotos usw. gesammelt. Ein Schwerpunkt hierbei bilden die Dokumente seit 1876, die die Geschichte der „Marienverehrungsstätte im Härtelwald Marpingen“ dokumentieren. Eine beachtliche Zahl historischer Gegenstände (Möbel, Maschinen, Geräte, Kleidung, Geschirr u.v.m.) früherer Generationen konnte schon zusammengetragen werden. Die Fotosammlung umfaßt mittlerweile ca. 500 Fotografien.
Kulturelles Leben findet in vielfältiger Art in der Mühle statt, sei es in Form von Konzerten, Ausstellungen, Vorträgen. Zusätzlich dient das Kulturzentrum auch wegen der unmittelbaren Nähe zum Seniorenzentrum der AWO in Marpingen als Begegnugsstätte für Alt und Jung.

Kontakt

Alte Mühle vor der Sanierung
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Historische Teigmaschine
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Alt und Jung treffen sich (2001)
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