
Der Marien-Rundweg beginnt am Wegekreuz zwischen Winterbach und Alsweiler. Die Johanneskapelle an der Rheinstraße lädt zur Besinnung und Ruhe ein. Als Symbol und Dank für 50 Jahre Frieden in Deutschland errichteten die Bewohner der Rheinstraße 1995 das Friedenskreuz. Nach einem herrlichen Ausblick auf die Umgebung erreichen wir die neu gestaltete Marienquelle. Von hier aus lohnt ein Abstecher zum Bergmannskreuz (500 m) mit Stollennachbildung und Pestkreuz, einem besonderen Wahrzeichen Marpingens. Der Marien-Rundweg führt über den Kreuzweg zur Härtelwaldkapelle mit der Mariengrotte. Weithin sichtbar steht die im neugotischen Stil 1902/1903 erbaute Pfarrkirche Maria Himmelfahrt auf dem Kirchberg. Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich der Marienbrunnen, die bereits 1569 dokumentierte und damit älteste Stätte der Marienverehrung außerhalb der Pfarrkirche. Parallel zum Alsbach erreichen wir die Alsweiler Pfarrkirche St. Mauritius und das gegenüber liegende Hiwwelhaus, das älteste in seiner Originalität erhaltene Bauernhaus Südwestdeutschlands. Von hier aus sieht man bereits den Dorfbrunnen, an dem der Marien-Rundweg wieder auf den Wendelinus-Pilgerweg trifft.
Für Wanderer, die den Marien-Rundweg nicht in Verbindung mit dem gesamten Wendelinus-Pilgerweg gehen möchten, empfiehlt sich als Startpunkt der Dorfbrunnen in Alsweiler und die umgekehrte Gehrichtung gegen den Uhrzeigersinn.
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In Marpingen kann die Marienverehrung bis in 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Im Juli 1876 erreichte sie einen ersten, europaweit beachteten Höhepunkt, als die Mutter Gottes angeblich drei achtjährigen Mädchen des Dorfes im Marpinger „Härtelwald“ erschien. In der Folgezeit wird über viele Heilungen berichtet, und Marpingen bezeichnete man bald als das „deutsche Lourdes“. Seit dieser Zeit besuchen jährlich Tausende von Pilgern die Marienve-rehrungsstätte am Ort der „Erscheinungen“. Zu ihr gehören neben der „Härtelwaldkapelle“ auch ein Kreuzweg mit einer Kreuzigungsgruppe und die sogenannte Gnadenquelle.
Im Jahre 1999 sorgte eine erneute Serie von angeblichen „Erscheinungen“ für ein starkes Aufleben der Marienverehrung in Marpingen. Die Ereignisse, in deren Mittelpunkt dieses Mal drei erwachsene „Seherinnen“ standen, lockten nicht nur mehrere zehntausend Gläubige in die nordsaarländische Gemeinde, sie riefen wie im Jahre 1876 auch viele Zweifler auf den Plan.
Das Dekret des Trierer Bischofs vom 13.12.2005 brachte Klarheit: „Es steht nicht fest, dass den Ereignissen in Marpingen aus den Jahren 1876 und 1999 ein übernatürlicher Charakter zukommt“. Die Marienverehrungsstätte im „Härtelwald“ behält jedoch ihren Charakter „als Ort des Gebetes und der Verehrung der Gottesmutter“.
Impressionen vom Wendelinus-Pilgerweg und den sich anschließenden Rundwanderwegen - Wendelinus-, Mauritius- und Marienrundweg. 104 Seiten mit zahlreichen stimmungsvollen Farbfotos und Worten zur Meditation, die auch auf den Besinnungstafeln entlang des Pilgerweges zu finden sind. Auch ganz unabhängig von den vorgestellten Pilgerwegen im St. Wendeler Land ein schönes Geschenkbuch für alle, die sich dem Thema 'Unterwegs sein' widmen möchten.
Herausgeber: Tourist-Information St. Wendeler Land, 66625 Nohfelden-Bosen.
Im Online-Shop erhältlich.
Marienwegtafeln (607 KB, Quelle sankt-wendeler-land.de)
Pilgerkarte Sankt Wendeler Land (980 KB, Quelle sankt-wendeler-land.de)